Varta ist insolvent: Was das für Hörgerätebatterien bedeutet
Der Batteriehersteller Varta ist insolvent, betroffen ist auch die Sparte mit den Hörgerätebatterien. Seit Ende Juli führt ein vorläufiger Insolvenzverwalter das Verfahren. Lieferengpässe sind vorerst nicht zu erwarten.
Der deutsche Batteriehersteller Varta ist insolvent. Am 24. Juli 2026 beantragten die Konzernmutter Varta AG und die VARTA Microbattery GmbH, zu der die Hörgerätebatterien gehören, ein Verfahren in Eigenverwaltung. Vier Tage später bestellte das Amtsgericht Stuttgart Rechtsanwalt Tobias Wahl zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Seither läuft für alle vier betroffenen Gesellschaften das klassische Insolvenzverfahren, die Sanierung liegt also nicht mehr bei der bisherigen Geschäftsführung. Begründet wurde der Wechsel mit den engen Verflechtungen innerhalb des Konzerns.
Nicht betroffen ist die Sparte Consumer Batteries mit den bekannten Haushaltsbatterien; sie ist rechtlich und operativ getrennt und hat keinen Antrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb der insolventen Gesellschaften läuft nach Angaben des Verwalters uneingeschränkt weiter, Nachteile für Kundschaft und Lieferanten seien nicht zu erwarten. Hinweise auf Engpässe bei Hörgerätebatterien gibt es bislang nicht. Als Ursachen gelten weggefallene Aufträge für Lithium-Ionen-Knopfzellen, eine schlecht ausgelastete Produktion und eine Finanzierungslücke in der aktualisierten Planung.
Einordnung: Für Trägerinnen und Träger von Hörgeräten mit Wegwerfbatterien besteht derzeit kein Grund, Vorräte anzulegen. Die Grössen 10, 13, 312 und 675 sind genormt und werden auch von anderen Herstellern produziert; ein Markenwechsel ist technisch problemlos möglich. Beobachten sollte man den Fall trotzdem, denn ein Verkauf einzelner Geschäftsbereiche gilt als möglich.
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